Jeder Mensch nimmt Farben anders wahr. Eine einzigartige Kombination aus Genetik und Lebensumständen beeinflusst die Verbindung jedes Einzelnen zu verschiedenen Farbtönen und deren Wahrnehmung. Wenn Sie schon einmal die Erfahrung gemacht haben, dass Sie sich mit einem älteren Erwachsenen unterhalten haben und sich nicht einig waren, welche Farbe Sie beide sehen, fragen Sie sich vielleicht, ob sich die Farbwahrnehmung mit dem Alter ändert - und manchmal ist das der Fall.
Unterschiede in der Farbwahrnehmung
Einige Gründe dafür, dass Sie eine andere Farbe wahrnehmen als Ihre Nachbarin oder Ihr Nachbar, können sein:
- Genetik: Der bekannteste Grund für Unterschiede in der Farbwahrnehmung ist die Genetik. Von Farbenblindheit ist einer von 12 Männern und eine von 200 Frauen betroffen, was in der Regel auf einen genetischen Marker im X-Chromosom zurückzuführen ist.
- Kultur: In den verschiedenen geografischen Regionen werden Farben unterschiedlich betont, und in den Sprachen werden Farbtöne wie Blau und Grün oder Marine und Schwarz zu einem Wort zusammengefasst. In einigen Sprachen gibt es sogar noch mehr Wörter, um verschiedene Farbtöne zu beschreiben.
- Trauma: Gelegentlich können Verletzungen oder Krankheiten zu einer teilweisen Blindheit oder Farbenblindheit führen, die die Farbwahrnehmung beeinträchtigt. Häufige Ursachen sind Gehirn- oder Augenverletzungen oder eine Krankheit wie Diabetes.
- Alter: Auch wenn die Farbwahrnehmung die meiste Zeit des Lebens gleich bleibt, kann sich das Sehvermögen mit zunehmendem Alter verändern und verschlechtern. Manche Menschen entwickeln einen Gelbstich in ihrer Sehkraft, meist nach dem 70. Lebensjahr, der ihre Fähigkeit beeinträchtigen kann, zwischen Gelb-, Blau- und Grüntönen zu unterscheiden.