Ahornsirup im Kamm einer Waffel. Bildnachweis: Unsplash-Benutzer nabil boukala
Als ich in Neuengland aufwuchs, wurde ich dazu erzogen, auf meinen Ahornsirup zu achten. Wir durften so viel "Tafelsirup" essen, wie wir wollten, aber wenn es um das echte Zeug - das gute Zeug - ging, mussten wir jeden perfekten Tropfen rationieren und aufteilen. Wenn wir ihn für unsere Pfannkuchen, Waffeln oder French Toast verwenden konnten, waren wir überglücklich. Wir träufelten das klebrige Fläschchen vorsichtig über unsere Gerichte und genossen jeden Bissen so lange, bis unser Essen kalt war, wenn wir fertig waren. Bis heute gilt: Wenn ich Ahornsirup kaufen muss, darf es nur der echte sein.
Ahornsirup-Sorten nach Farbe sortiert
Natürlich ist nicht jeder Ahornsirup gleich. Ahornsirup weist eine große Bandbreite an Farbe, Trübung, Viskosität und Geschmack auf, abhängig von den Eigenschaften des rohen Ahornsaftes und den Besonderheiten der Verarbeitung. Manche sind dunkel und stürmisch, wie ein Schneesturm in den Bergen, während andere so leicht und luftig sind, dass sie wie die Nahrung von Engeln wirken.
Viele Jahre lang wurden Ahornsirupe nach den Farbstandards des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) klassifiziert und eingestuft, wobei eine deutliche Tendenz zu helleren Sirupen bestand. Hellere Sirupe wurden in die Klasse A eingestuft, während dunklere Sirupe in die Klasse B verwiesen wurden. Dies führte zu der Auffassung der Verbraucher, dass hellere Sirupe dunkleren Sirupen vorzuziehen seien.
Dieses farbbasierte Einstufungssystem war zwar freiwillig und nicht obligatorisch, brachte aber dennoch Schwierigkeiten für die Hersteller von dunkleren Sirupen mit sich. Dies hatte mehrere nachteilige Auswirkungen, u. a. die Verringerung der Einnahmen der Hersteller. Sirupe der Güteklasse B, die als minderwertig galten, konnten nicht zum gleichen Preis wie Sirupe der Güteklasse A verkauft werden, was den Ertrag der einzelnen Hersteller schmälerte.
Ahornbäume zeigen ihr Herbstlaub. Bildnachweis: Unsplash User Dennis Buchner